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Abteilung Entwicklungspsychologie

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Kinder in Kleinklassen D / Einschulungsklassen

In Einschulungsklassen - auch KKD oder Diagnose- Förderklasse genannt - wird der Lernstoff des ersten Schuljahres auf zwei Schuljahre verteilt. Nach zwei Jahren KKD werden die meisten Kinder in die zweite Regelklasse integriert.

Forschung zu KKD-Kindern

Aus eigenen Untersuchungen in den letzten beiden Jahren wissen wir, dass für viele Kinder eine solche zeitliche Aufschiebung der Einschulung in die Regelklasse positive Konsequenzen hat. Kinder in Einschulungsklassen weisen unseren Erfahrungen nach ein positives Selbstwertgefühl auf und erhalten sich ihre anfängliche Lernfreude länger als Kinder in Regelklassen. Gleichzeitig haben wir durch genaue Messungen auch feststellen können, dass spezifische Defizite bei Kindern, die von ihren Eltern und Kindergärtnerinnen als "noch nicht schulreif" beurteilt wurden, häufiger als bei anderen Kindern zu beobachten sind.

Zielgerichtetes, geplantes Verhalten und Strategien, die man braucht, um gewisse Aufgabenanforderungen erfüllen zu können, sind in dieser Gruppe von Kindern noch nicht voll entwickelt. Hierzu gehören die Bereiche der Aufmerksamkeit (Konzentration auf die aufgaben-relevanten Aspekte, Nicht-Beachten der nicht-relevanten Information und Ausblenden der ablenkenden Umgebungsreize), der Motorik (Bewegungen auch noch unter Zeitdruck genau und fehlerfrei ausführen zu können), der Merkfähigkeit (eine kleine Informationsmenge für kurze Zeit im Gedächtnis behalten, zum Beispiel durch Wiederholen) und der Verhaltensplanung (Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge ausführen). Wie allerdings die weiteren Auswirkungen dieses verzögerten Beginns der Schullaufbahn sind, welche Möglichkeiten einer optimalen Förderung sich in diesem Kontext bieten und wie die langfristige Entwicklung der Kinder aussieht, ist bislang noch kaum erforscht.

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