Kognitive und soziale Einflussfaktoren auf Optimismus

Die meisten Menschen tendieren dazu, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Oftmals sind Menschen sogar optimistischer als dies durch eine rationale Betrachtung situativer Gegebenheiten gerechtfertigt wäre. Dieses Phänomen wurde Optimismusbias genannt. Seine Wechselwirkung mit verzerrter Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeitsbias) sowie seine soziale Einbettung (Überoptimismus für andere) sind Gegenstand der Untersuchungen im vorliegenden Projekt. Die Rolle der sozialen Identität als Determinante des Überoptimismus für andere sowie die Bedeutsamkeit von Optimismus für normabweichendes Verhalten (z.B. Kriminalität) werden ebenfalls eruiert.

Relevante Publikationen

Kress, L., Bristle, M., & Aue, T. (2018). Seeing through rose-colored glasses: How optimistic expectancies guide visual attention. Plos One, 13, e0193311.
doi: 10.1371/journal.pone.0193311

Aue, T. (2014). I feel good – whether my friends win or my foes lose: Brain mechanisms underlying feeling similarity. Neuropsychologia, 60, 159-167.
doi: 10.1016/j.neuropsychologia.2014.05.025

Aue, T., Nusbaum, H. C., & Cacioppo, J. T. (2012). Neural correlates of wishful thinking. Social Cognitive and Affective Neuroscience, 7, 991-1000.
doi: 10.1093/scan/nsr081